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Beantragung des Kinderbetreuungsgeldes

Die Beantragung des Kinderbetreuungsgeldes ist kostenfrei und kann frühestens am Tag der Geburt erfolgen. Pflege- und Adoptiveltern können das Kinderbetreuungsgeld ab dem Tag beantragen, wo das Kind in die Pflege übernommen wird. 

Achtung - das Kinderbetreuungsgeld wird maximal sechs Monte rückwirkend ausbezahlt!

Erhältst du als werdende Mutter Wochengeld, so wird dir das Antragsformular automatisch zugesendet. Hast du kein Antragsformular erhalten, so kannst du es dir hier herunterladen!

Das Kinderbetreuungsgeld wird persönlich, schriftlich oder elektronisch mit Bürgerkarte beim zuständigen Krankenversicherungsträger, bei dem man zuletzt versichert war bzw. bei der Gebietskrankenkasse beantragt.

Zusätzlich zum vollständig ausgefüllten Antrag wird die Kopie der Geburtsurkunde benötigt. Ausländische StaatsbürgerInnen müssen zudem folgende Unterlagen vorlegen bzw. einreichen:

  • Reisepass der Antragstellerin bzw. des Antragstellers
  • Reisepass des Kindes (kann jedoch auch nachgereicht werden)
  • EWR-Anmeldebescheinigung von AntragstellerIn und Kind
  • Aufenthaltstitel (NAG-Karte) von AntragstellerIn und Kind
  • Asylberechtigte AntragstellerInnen brauchen einen Asylzuerkennungsbescheid für sich und ihr Kind
  • Subsidiär Schutzberechtigte haben einen Asylablehnungsbescheid mit Zuerkennung eines Abschiebeschutzes für sich und ihr Kind vorzuweisen

Bezugswechsel zwischen den Eltern

Möchten sich die Eltern mit dem Bezug des Kinderbetreuungsgeldes abwechseln, so muss der zweite Elternteil das Kinderbetreuungsgeld neu beantragen, wobei der zweite Elternteil an die bereits ausgewählte Bezugsvariante gebunden ist. Es ist ratsam, das Kinderbetreuungsgeld etwa vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Wechsel zu beantragen.

Der Bezug des Kinderbetreuungsgeldes kann maximal zwei Mal gewechselt werden.

Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld

Wurde das Kind ab dem 1. Jänner 2010 geboren, so haben einkommensschwache Mütter oder Väter, die Möglichkeit, eine Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld zu beantragen. Voraussetzung für die Gewährung der Beihilfe ist, dass die Zuverdienstgrenze von € 5.800,- pro Kalenderjahr nicht überschritten wird. Die Zuverdienstgrenze des jeweiligen Partners (EhegattIn, LebensgefährtIn) liegt bei € 16.200,- pro Kalenderjahr.

Die Beihilfe wird für maximal 12 Monate ausgezahlt und beträgt € 6,06 pro Tag, das sind in etwa € 181,- pro Monat. Diese Beihilfe muss nicht zurückgezahlt werden.

Folgende Personengruppen können die Beihilfe beantragen:

  • Alleinerziehende, sofern sie eine verbindliche Erklärung einreichen, dass sie alleinstehend sind, d.h. das sie ledig, geschieden oder verwitwet sind und in keiner Lebensgemeinschaft leben bzw. alleinstehende Mütter oder Väter, deren von ihnen getrennt lebender Partner nicht für den Unterhalt des Kindes sorgt
  • In Lebensgemeinschaft lebende bzw. verheiratete Mütter und Väter
  • Adoptiv- und Pflegeeltern in oben beschriebenen Situationen, sofern das Kind nicht älter als drei Jahre ist.

Die Beihilfe wird bei dem Krankenversicherungsträger beantragt, bei dem auch das Kinderbetreuungsgeld beantragt wurde.

Zuschuss zum Kinderbetreuungsgeld

Wurde das Kind bis zum 31. Dezember 2009 geboren, so gibt es für einkommensschwache Alleinerziehende oder Eltern die Möglichkeit eines zinsenlosen Kredits in Form des so genannten Zuschuss zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld. Der Zuschuss beträgt € 6,06 pro Tag, d.h. in etwa € 181,- pro Monat.

Diese Personengruppen können den Zuschuss beantragen:

  • Alleinerziehende Mütter oder Väter – ist der andere Elternteil bekannt, so ist dieser zur Rückzahlung verpflichtet, wenn er die unten beschriebene Einkommensgrenze überschreitet
  • In Lebensgemeinschaft lebende oder verheiratete Eltern, wenn sie sich in einer Erklärung zur gemeinsamen Rückzahlung verpflichten

Die Rückzahlung beginnt dann, wenn bestimmte Einkommensgrenzen überschritten werden:

  • Bei Alleinerziehenden beginnt die Rückzahlung bei einem Jahreseinkommen von mehr als € 14.000,- – ist der andere Elternteil rückzahlungspflichtig, so muss dieser ebenso bei einem Jahreseinkommen von € 14.000,- zurückzahlen. Die Rückzahlungsraten betragen 3-9 Prozent des Jahreseinkommens.
  • Bei Eltern, die im gemeinsamen Haushalt leben (verheiratet oder Lebensgemeinschaft) muss der Zuschuss zurückgezahlt werden, wenn das gemeinsame Jahreseinkommen höher als € 35.000,- ist. Die Rückzahlungsraten betragen dann 5-9 Prozent des Jahreseinkommens.

Die Verpflichtung zur Rückzahlung beginnt mit Überschreitung des jeweiligen Jahreseinkommens, endet jedoch mit dem 7. Kalenderjahr nach der Geburt des Kindes.