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Dauer des Anspruchs auf Familienbeihilfe

Ist ein Kind minderjährig, besteht ein Anspruch auf Familienhilfe bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Eine Weitergewährung der Familienbeihilfe ist bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres möglich, wenn das Kind in dieser Zeit eine Berufsausbildung absolviert. Für die Berufsausbildung müssen entsprechende Nachweise (z.B. über die Absolvierung von Prüfungen) erbracht werden.

Ist das Kind erheblich behindert, leistet es Zivil-, Präsenz- oder Ausbildungsdienst oder bringt es in dieser Zeit selbst ein Kind zur Welt, kann die Familienbeihilfe bis zum vollendeten 25. Lebensjahr ausgezahlt werden. Eine Verlängerung der Familienbeihilfe bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres steht auch jenen Kindern zu, die sich freiwillig bei einer gemeinnützigen Wohlfahrtsorganisation in Österreich engagieren.

Hinweis: während der Ableistung von Präsenz-, Ausbildungs- und Zivildienst besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe.

Hat ein volljähriges Kind ein steuerpflichtiges Einkommen von mehr als € 10.000 pro Kalenderjahr, so geht der Anspruch auf Familienbeihilfe verloren. Bemessungsgrundlage hierfür ist bei unselbstständig erwerbstätigen Kindern der jährliche Bruttobezug ohne 13. und 14. Gehalt.

Folgende Bezüge werden nicht berücksichtigt:

  • Arbeiterkammerumlage
  • Wohnbauförderungsbeitrag
  • Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung
  • Pendlerpauschale
  • Werbungskostenpauschale von € 132,- pro Kalenderjahr, sofern keine höheren Werbungskosten nachgewiesen werden
  • Sonderausgabenpauschale von € 60,- pro Kalenderjahr, sofern keine höheren Sonderausgaben nachgewiesen werden
  • Außergewöhnliche Belastungen wie Krankheit oder Behinderung

Bei selbstständig erwerbstätigen Kindern wird das Einkommen zur Berechnung herangezogen, das sich aus dem letzten Einkommenssteuerbescheid ergibt. Einkommenssteuerfreie Beträge, Lehrlingsentschädigungen, Waisenpension bzw. Waisenversorgungsgenüsse und Entschädigungen aus einem anerkannten Lehrverhältnis sind ebenfalls nicht ausschlaggebend für die Gewährung von Familienbeihilfe.

Wird die Einkommensgrenze von € 10.000 pro Kalenderjahr überschritten, so müssen Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für das gesamte Jahr zurückgezahlt werden.