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Dauer und Ende der Unterhaltsverpflichtung

Eltern sind dazu verpflichtet, bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit des Kindes Unterhalt zu leisten. Diese tritt ein, wenn das Kind selbstständig für seine eigenen Bedürfnisse außerhalb des Elternhauses aufkommen und durch eigenen Einkünfte in einfachen bis durchschnittlichen Lebensverhältnissen leben kann.

Die Selbsterhaltungsfähigkeit hängt von mehreren Faktoren ab und steht in keinem Zusammenhang mit der Volljährigkeit des Kindes. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass ein Kind dann selbsterhaltungsfähig ist, wenn es seine Schul- bzw. Berufsausbildung abgeschlossen hat. Hier muss jedoch auch berücksichtigt werden, ob das Kind direkt nach der Ausbildung einen geeigneten Arbeitsplatz findet oder nicht. Ist dies nicht der Fall, so gilt die Unterhaltspflicht für eine angemessene Dauer der Arbeitssuche weiter.

Heiratet das Kind, so geht der Geldunterhaltsanspruch mit der Eheschließung auf die Ehepartnerin bzw. den Ehepartner über.

Eine einmal erlangte Selbsterhaltungsfähigkeit kann aber auch wieder verloren gehen, zum Beispiel, wenn eine berufstätige Maturantin oder ein berufstätiger Maturant ein Studium beginnt. Dann tritt die Unterhaltspflicht wieder in Kraft, bis erneut eine Selbsterhaltungsfähigkeit eintritt.

Präsenz- und Zivildienst

Während der Ableistung des Präsenz- bzw. Zivildienstes wird davon ausgegangen, dass das Kind selbsterhaltungsfähig ist, sofern es in durchschnittlichen Lebensverhältnissen lebt. Demgemäß steht dem Kind in dieser Zeit im Normalfall kein Unterhalt zu. Bei überdurchschnittlich hohen Lebensverhältnissen kann der Anspruch auf Unterhalt mitunter weiter geltend gemacht werden, dies wird jedoch je nach Anlassfall entschieden.