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Geburtsurkunde

Nach der Geburt des Kindes erfolgt die Anzeige der Geburt durch das Krankenhaus, in der das Kind geboren wurde bzw. durch die anwesende Ärztin, den anwesenden Arzt oder die Hebamme. Erst dann kann durch das Standesamt eine Geburtsurkunde ausgestellt werden. Zusätzlich zur Geburtsurkunde wird die so genannte Geburtsbestätigung zur Vorlage bei der Krankenkasse ausgegeben, diese benötigt man zur Beantragung des Wochengeldes. 

Die Anzeige der Geburt muss innerhalb einer Woche nach der Geburt des Kindes erfolgen. Zuständig hierfür ist das jeweilige Standesamt der Gemeinde bzw. der Stadt, in der das Kind geboren wurde.

Folgende Daten werden in der Geburtsurkunde vermerkt:

  • Name
  • Geschlecht
  • Zeitpunkt der Geburt
  • Geburtsort
  • Familiäre Situation zur Zeit der Geburt (ehelich/unehelich)

Benötigte Unterlagen

Damit die Geburtsurkunde ausgestellt werden kann, werden bestimmte Dokumente und Unterlagen der Eltern bzw. der Mutter benötigt. Fremdsprachige Urkunden müssen im Original vorgelegt werden, wobei eine in Österreich beglaubigte Übersetzung vorgelegt werden muss.

Wenn du eine fremdsprachige Urkunde im Original gemeinsam mit einer beglaubigten Übersetzung vorlegen musst, so darf die Urkunde nur von einer allgemein beeideten gerichtlichen Dolmetscherin bzw. von einem allgemein beeideten gerichtlichen Dolmetscher übersetzt werden. Eine Liste der in Österreich beeideten und gerichtlich zertifizierten DolmetscherInnen und ÜbersetzerInnen findest du auf der Homepage des Bundeministeriums für Justiz!

Ehelich geborene Kinder

Ein Kind gilt dann als ehelich geboren, wenn die Eltern spätestens am Tag der Geburt vor der Geburt des Kindes heiraten. Ist die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt schon verheiratet, so geht das Recht davon aus, dass der Ehemann auch der Vater des Kindes ist, d.h. er wird in die Geburtsurkunde eingetragen.

Sind die Eltern verheiratet, so werden folgende Unterlagen zur Ausstellung der Geburtsurkunde benötigt:

  • Geburtsurkunden der Eltern
  • Heiratsurkunde der Eltern
  • Nachweis über die Staatsangehörigkeit der Eltern
  • Bestätigung der Meldung de Eltern
  • Etwaige Nachweise über akademische Grade der Eltern
  • Bei unklaren Abstammungsverhältnissen Nachweis über die Anerkennung der Vaterschaft
  • Sofern die Geburt nicht vom jeweiligen Krankenhaus angezeigt wurde, ist das Formular „Anzeige der Geburt“ zum Standesamt mitzubringen

Unehelich geborene Kinder

Ist die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt ihres Kindes ledig, geschieden oder verwitwet, so müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:

  • Geburtsurkunde der Mutter
  • Nachweis über die Staatsangehörigkeit der Mutter
  • Bestätigung der Meldung der Mutter
  • Sofern vorhanden, Scheidungsurteil bzw. –beschluss mit Bestätigung der Rechtskraft der geschiedenen Ehe bzw. Heiratsurkunde der letzten Ehe und Sterbeurkunde des Ehegatten
  • Etwaige Nachweise über akademische Grade der Mutter
  • Wenn der leibliche Vater in die Geburtsurkund eingetragen werden soll: Nachweis über die Vaterschaftserkennung
  • Sofern sich die Mutter schon für einen Vornamen entschieden hat, eine Erklärung über die Vornamensgebung
  • Wenn vorhanden, Bescheid über Namensänderung

Erklärung des Vornamens

Zur Wahl des Vornamens ist bei unehelicher Geburt üblicherweise die Mutter berechtigt, bei einer ehelichen Geburt sind die Eltern zuständig. Grundsätzlich dürfen nur gebräuchliche Namen gewählt werden bzw. Namen, die dem Wohl des Kindes nicht schaden. Der erste Vorname des Kindes muss dem Geschlecht entsprechen.

Könnt ihr euch nicht gleich nach der Geburt für einen Vornamen eures Kindes entscheiden, so könnt ihr innerhalb eines Monats beim Standesamt vorsprechen und so den Vornamen beurkunden lassen!