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Höhe des Unterhalts

Die Höhe des Unterhaltsanspruches des Kindes ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • Leistungsfähigkeit der Eltern, d.h. Einkommen und Vermögen, Ausbildung, Arbeitsfähigkeit, Arbeitsmarktlage etc.
  • Bedarf des Kindes, d.h. Alter, Anlagen und Fähigkeiten, Entwicklungsmöglichkeiten etc.

Der so genannte Anspannungsgrundsatz besagt, dass der jeweilige Elternteil darum bemüht sein muss, nach seinen Kräften zum Unterhalt des Kindes beizutragen. Je höher das Einkommen des Elternteils, desto höher ist auch der Geldunterhalt. Gemäß der ständigen Rechtssprechung werden die Alimente bei Unterhaltspflichtigen mit besonders hohem Einkommen mit dem zwei bis zweieinhalbfachen Regelbedarf begrenzt. Diese so genannte Luxus- oder Playboygrenze ist jedoch nicht gesetzlich festgeschrieben und wird je nach Anlassfall unterschiedlich bemessen.

Versucht der unterhaltspflichtige Elternteil, die Zahlung der Alimente zu umgehen, indem er bzw. sie einer Beschäftigung nachgeht, die nicht seiner bzw. ihrer Ausbildung entspricht oder gibt er bzw. sie die Beschäftigung auf, so wird nicht das tatsächliche Einkommen sondern ein fiktives Einkommen zur Berechnung des Geldunterhalts angenommen.

Regel und Sonderbedarf

Der Bedarf des Kindes ist zwischen Regelbedarf und Sonderbedarf zu unterscheiden. Als Regelbedarf des Kindes gilt:

  • Unterkunft
  • Nahrungsmittel
  • Bekleidung
  • Unterricht und Erziehung
  • Freizeitgestaltung
  • Taschengeld

Ein Sonderbedarf bezieht sich auf außergewöhnliche Bedüfnisse des Kindes, die über den Regelbedarf hinausgehen wie beispielsweise eine Zahnregulierung, deren Kosten nicht von der Krankenkasse betragen werden, etwaige Spitalskosten oder Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung.