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Karenz

Unselbstständig arbeitende Mütter und Väter haben Anspruch auf Karenz, d.h. auf eine Freistellung von der Arbeit bei Entfall des Arbeitsentgelts. Statt des Gehalts bzw. des Lohns erhält die Mutter oder der Vater Kinderbetreuungsgeld. Die maximale Dauer der Karenzzeit liegt bei insgesamt zwei Jahren und beginnt frühestens mit Ende der Schutzfrist, also acht bzw. zwölf Wochen nach der Geburt des Kindes.

Meldefristen

Für Mütter und Väter gelten unterschiedliche Meldefristen, die sowohl im Mutterschutzgesetz als auch im Väterkarenzgesetz festgehalten sind:

Mütter haben den Dienstgeber über Beginn und Dauer der Karenz bis zum Ende der Schutzfrist zu informieren. Möchte die Dienstnehmerin die Karenz verlängern, so hat sie ihrem Dienstgeber sowohl Verlängerung als auch Dauer bis spätestens drei Monate vor Ende der Karenz mitzuteilen.

Ausnahme: Dauert die vereinbarte Karenz weniger als zwei Monate müssen Verlängerung und Dauer bis spätestens zwei Monate vor dem ursprünglich vereinbarten Karenzende bekannt gegeben werden.

Väter müssen dem Dienstgeber bis spätestens acht Wochen nach der Geburt des Kindes über Beginn und Dauer der Karenz (Beginn und Dauer) Bescheid geben, sofern sie die Karenz im Anschluss an die Schutzfrist in Anspruch nehmen. Löst der Vater die Mutter von der Karenz ab, d.h. nimmt er die Karenz zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch, so hat er den Dienstgeber zwischen dem vierten und dem dritten Monat vor Beginn der gewünschten Karenz darüber zu informieren.

Wenn du als Vater in Karenz gehen möchtest, so musst du nachweisen, dass du mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt lebst und dass die Mutter nicht gleichzeitig Karenz in Anspruch nimmt, außer du und die Mutter nehmt ein Monat gemeinsam Karenz.

Die Arbeiterkammer empfiehlt, die Karenzdauer mit dem Dienstgeber schriftlich zu vereinbaren.

Achtung: Werden diese Meldefristen nicht eingehalten, so geht der Rechtsanspruch auf Karenz verloren, d.h. der Dienstgeber braucht dem Karenzwunsch nicht stattzugeben. Auch ist bei versäumter Meldung nach Ende der Schutzfrist kein Kündigungs- und Entlassungsschutz gegeben und der Dienstnehmer kann entlassen werden, wobei das Arbeits- und Sozialgericht der Entlassung vorab zustimmen muss. Wenn der Dienstgeber zustimmt, kann die Karenz aber auch trotz versäumter Frist vereinbart werden.

Die arbeitsrechtlichen Meldefristen gegenüber dem Arbeitgeber gelten unabhängig von der Antragsstellung auf Kinderbetreuungsgeld.