Kostenlose Produktproben mit Babyforum.at! Trag dich ein.

Menstruationszyklus

Der weibliche Zyklus, auch Menstruationszyklus genannt, beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung und endet mit dem letzten Tag vor der nächsten Regelblutung. Im Durchschnitt dauert dieser Zyklus 28 Tage, wobei er dann als normal gilt, wenn er zwischen 23 und 35 Tagen dauert.

Gesteuert wird der Zyklus von den Eierstöcken, dem Hypothalamus, der die vegetativen Funktionen des Körpers steuert, und der Hypophyse – zu deutsch Hirnanhangdrüse. Sie produziert Hormone. Die Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut erfolgen durch die Hormone Östrogen und Progesteron – übrigens die Hauptbestandteile der meisten Verhütungsmittel.

Im Laufe des Zyklus wird erst Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, die sodann wieder aufgebaut wird. Zeitgleich erfolgt die so genannte Follikelreifung, d.h. im Eierstock reift ein Ei zur Befruchtung heran. Mit dem Follikel- bzw. Eisprung, der in etwa zur Mitte des Zyklus statt findet, wird diese Eizelle ausgestoßen und wandert nun durch den Eileiter zur Gebärmutter. Diese „Wanderung“ dauert im Durchschnitt drei Tage, wobei sie in den ersten 12 bis 24 Stunden befruchtet werden kann.

Die Befruchtung selbst erfolgt durch ein Spermium – Spermien sind durchschnittlich ein bis drei Tage befruchtungsfähig. Demgemäß ist die fruchtbarste Zeit in den Tagen kurz vor dem Eisprung. In dieser Zeit ist die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Zeugung am höchsten.

Nach dem Eisprung bildet sich mithilfe des Hormons Lutropin der Gelbkörper, welcher sodann Progesteron produziert. Durch die Kombination von Östrogen und Progesteron bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Bleibt diese aus, wandelt sich der Gelbkörper in den so genannten Weißkörper um, die Produktion von Progesteron wird eingestellt und damit auch der weitere Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Es kommt zur nächsten Regelblutung, d.h. zur Abstoßung der gebildeten Schleimhaut.

Dieser Zyklus wiederholt sich unzählige Male bis zur Menopause, also bis zur letzten Regelblutung. Unterdrückt wird der Zyklus durch die Befruchtung einer Eizelle und einer daraus resultierende Schwangerschaft. In der Stillzeit wird der Eisprung meist durch das milchbildende Hormon Prolaktin unterdrückt. Sinkt die Konzentration von Prolaktin, kommt es erneut zu einem Eisprung – der weibliche Zyklus nimmt seinen Lauf. Stillen bietet jedoch keinen ausreichenden Schutz vor einer erneuten Schwangerschaft (siehe auch Verhütung)!

Die Regelblutung selbst dauert im Durchschnitt zwischen drei und fünf Tagen. Oftmals wird diese von unangenehmen Symptomen bzw. Regelschmerzen begleitet. Verursacht werden diese Schmerzen durch die Ausschüttung der oben genannten Hormone und durch Kontraktionen der Gebärmutter. In der Regel verliert die Frau durch die Regelblutung zwischen 10 und 80ml Blut, das Gerinnen des Blutes verhindert das in der Gebärmutterschleimhaut enthaltene Enzym Plasmin.

Blutungen in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft sollte es im Normalfall nicht zu Blutungen kommen. Gelegentlich treten jedoch besonders in der Frühschwangerschaft zwischen der 6. und der 10. Schwangerschaftswoche Blutungen auf – sie deuten auf eine drohende Fehlgeburt hin, werden jedoch häufig als Regelblutung fehlgedeutet. Oftmals bleibt die Schwangerschaft jedoch bestehen. Auch wenn es zu einer Fehlgeburt kommt, so ist keine der Blutungen gefährlich.

Anders verhält es sich bei Blutungen in der Spätschwangerschaft – sie zeigt mitunter ernsthafte und schwer wiegende Erkrankungen an und sollte unbedingt näher untersucht bzw. behandelt werden!