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Mutterschafts- bzw. Vaterschaftsaustritt

Wird das Dienstverhältnis anlässlich der Geburt des Kindes beendet, so spricht man von Mutterschafts- bzw. Vaterschaftsaustritt. In diesem Fall kann das Dienstverhältnis frühestens acht Wochen nach der Geburt beendet werden, vorzugsweise in schriftlicher Form und eingeschrieben.

Der Austritt aus dem Dienstverhältnis muss bis spätestens drei Monate vor Ende der Karenzzeit erklärt werden. Wird die Karenz für weniger als drei Monate in Anspruch genommen, so hat der Austritt bis maximal zwei Monate vor Karenzende zu erfolgen.

Wurde das Dienstverhältnis nach dem 1.1.2003 eingegangen, so bleibt der Anspruch auf die gesetzliche Abfertigung durch eine Selbstkündigung bestehen ("Abfertigung NEU") - der Anspruch auf Auszahlung der gesetzlichen Abfertigung geht im Falle eines Mutterschafts- oder Vaterschaftsaustrittes ebenfalls nicht verloren.

Wenn das Dienstverhältnis vor dem 1.1.2003 eingegangen wurde, so hat die Mutter bzw. der Vater unter bestimmten Voraussetzungen gesetzlichen Anspruch auf Abfertigung. So muss zum Beispiel das Dienstverhältnis ununterbrochen mindestens fünf Jahre gedauert haben.

Gemäß den Bestimmungen zur "Abfertigung ALT" hat die Mutter bzw. der Vater im Falle eines Mutterschafts- bzw. Vaterschaftsaustritt Anspruch auf die Hälfte der gesetzlichen Abfertigung, höchstens jedoch auf das Dreifache des monatlichen Entgelts. Dieser Anspruch ist auch bei einer Teilzeitbeschäftigung nach dem Mutterschutz- bzw. dem Väterkarenzgesetz gegeben, sofern der Austritt aufgrund der Geburt eines Kindes erfolgt.

In manchen Kollektivverträgen sind Bestimmungen bezüglich Mutter- bzw. Vaterschaftsaustritt enthalten, die für Mutter bzw. Vater günstiger sind als die gesetzlichen Abfertigungsbestimmungen. Daher macht es Sinn, sich schon vor der Geburt des Kindes beim zuständigen Betriebsrat, der Gewerkschaft oder der Arbeiterkammer über die kollektivvertraglichen Bestimmungen zu informieren.