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Das Namensrecht

Hier finden sich alle relevanten Informationen in Bezug auf das Namensrecht, d.h. auf die Wahl des Vornamens und des Nachnamens.

Auch hier gelten unterschiedliche Bestimmungen für ehelich bzw. unehelich geborene Kinder.

Die Wahl des Vornamens

Üblicherweise wird die Erklärung zur Wahl des Vornamens mit der Anzeige der Geburt abgegeben. Geschieht dies nicht, so muss die Erklärung des Vornamens schriftlich beim zuständigen Standesamt erfolgen und das innerhalb eines Monats nach der Geburt des Kindes.

Kommt das Kind ehelich zur Welt, so sind beide Eltern zur Wahl und Erklärung des Vornamens berechtigt. Der Elternteil, der die Erklärung über den Namen abgibt, muss jedoch das Einverständnis des anderen Elternteils in dieser Erklärung zusichern. Wird das Kind unehelich geboren, ist im Normalfall die Mutter dafür zuständig.

Die Erklärung des Vornamens enthält alle etwaigen Vornamen des Kindes – Voraussetzung ist, dass der Vorname gebräuchlich ist und dem Wohl des Kindes nicht schadet. Weiters hat der erste Vornamen des Kindes auch dem jeweiligen Geschlecht entsprechen.

Wenn sich die Eltern über die Wahl des Vornamens einig sind, reicht es, wenn ein Elternteil die Erklärung über den Vornamen abgibt. Da die Obsorge bei unehelichen Kindern grundsätzlich bei der Mutter liegt, muss dies in diesem Fall die Mutter tun.

Können sich die Eltern bei der Wahl des Vornamens nicht einigen oder werden unzulässige Namen gewählt, so ist das zuständige Standesamt verpflichtet, das Pflegschaftsgericht zu verständigen. 

Inspiration und Hilfe bei der Wahl des Namens findet ihr unter den Vornamen und Babynamen auf www.kindernamen.org!

Der Familiennamen

Uneheliche Kinder

Gemäß dem österreichischen Familienrecht bekommen uneheliche Kinder den Familiennamen der Mutter, den sie zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes führt. 

Soll das uneheliche Kind den Familiennamen des Vaters erhalten, so kann nach erfolgter Beurkundung der Geburt und Anerkennung der Vaterschaft eine Namensänderung bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde beantragt werden. Voraussetzung dafür ist, dass sich Mutter und Vater über die gewünschte Namensgebung einig sind.

Eheliche Kinder

Wenn die Eltern einen gemeinsamen Familiennamen tragen, erhält auch das Kind diesen Namen.

Möchten die Eltern ihre Familiennamen trotz Heirat behalten, so müssen sie schon vor bzw. bei der Eheschließung festlegen, welchen Familiennamen die gemeinsamen Kinder führen sollen. Diese Erklärung wird entweder schon bei der Anmeldung zur Eheschließung abgegeben, kann aber auch im Rahmen der standesamtlichen Trauung in einer Urkunde festgehalten werden.

Bei einer Eheschließung im Ausland ist vorab das zuständige Standesamt in Österreich zu kontaktieren, denn die Namensführung in der Ehe ist in Österreich zu klären. Nachträgliche Erklärungen über den Familiennamen sind nicht zulässig.

Achtung! Wird keine Erklärung über den Familiennamen gemeinsamer Kinder abgegeben, so tragen die Kinder verheirateter Paare automatisch den Familiennamen des Vaters bzw. des Ehemannes.