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Stiefeltern: Mitwirkung & Pflichten

Mit 1. Jänner 2010 ist ein Gesetz in Kraft getreten, das besagt, dass in Patchworkfamilien jeder Ehegatte bzw. jede Ehegattin ihrem Ehegatten bzw. seiner Ehegattin bei der Ausübung der (mitunter alleinigen) Obsorge für dessen bzw. deren Kinder in angemessener Weise beizustehen hat. Der neue (Ehe)Partner bzw. die neue (Ehe)Partnerin hat den bzw. die Obsorgeberechtigte bei Obsorgeangelegenheiten des täglichen Lebens zu vertreten, soweit es die Umstände erfordern.

Der Stiefelternteil hat die Ehepartnerin bzw. den Ehepartner bei seinen elterlichen Pflichten zu unterstützen, wobei der ausdrückliche oder mutmaßliche Wille der Ehepartnerin bzw. des Ehepartners befolgt werden muss.

Die Pflicht, alles den Umständen nach Zumutbare zu tun, um das Kindeswohl zu schützen, gilt auch für Personen, die mit dem Elternteil in Lebensgemeinschaft leben und andere volljährige Angehörige, die mit dem Elternteil im gemeinsamen Haushalt leben. 

Die Rechte von Stief- bzw. Wahleltern wurden mit 1. Jänner 2013 erweitert: So hat nun nicht nur derjenige Elternteil, bei dem das Kind vorwiegend wohnt, Anspruch auf Pflegefreistellung, sondern auch der bzw. die im gemeinsamen Haushalt lebende/r (Ehe-)Partner/in. Diese Regelung gilt auch für denjenigen Elternteil, von dem das Kind nicht vorwiegend betreut wird.