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Tagesbetreuung

Unter Tagesbetreuung versteht man die regelmäßige und entgeltliche Betreuung von Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 16. Lebensjahr, die nicht in öffentlichen Institutionen wie Kindergärten und Schulen bzw. durch Nachbarschaftshilfe oder Familie abgedeckt ist.

Hier sind verschiedene Formen zu nennen:

  • Individuelle Betreuung durch Tagesmütter und Tagesväter
  • Tagesbetreuungseinrichtungen wie Kindergruppen und Krabbelstuben
  • Horte

Tagesmütter und Tagesväter

Bei einer Tagesmutter bzw. einem Tagesvater werden Kinder zuhause im Familienverband betreut, d.h. sie bieten Betreuung innerhalb des Familienalltags. Da meist nicht mehr als sieben Kinder gleichzeitig betreut werden dürfen, gibt es hier die Möglichkeit einer sehr individuellen Betreuung. Auch sind die Betreuungszeiten flexibler gestaltet als beispielsweise in Tagesbetreuungseinrichtungen. 

Tagesmütter und Tagesväter müssen über eine pädagogische Grundausbildung verfügen und eine Pflegestellenbewilligung der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde besitzen. Die meisten Trägerorganisationen verpflichten Tagesmütter bzw. Tagesväter zu regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen im Bereich der Pädagogik bzw. der Kinderbetreuung. Damit eine Tagesmutter bzw. ein Tagesvater zugelassen wird, müssen auch einige Voraussetzungen im Haushalt gegeben sein wie z.B. adäquate Sicherheitsvorkehrungen.

Die „richtige“ Tagesmutter bzw. den „richtigen“ Tagesvater zu finden, hängt von den individuellen Vorstellungen der Eltern ab. Daher ist es sinnvoll, vor einer möglichen Betreuung ein Gespräch mit der jeweiligen Tagesmutter bzw. dem jeweiligen Tagesvater zu führen. Meist wird ein solches Gespräch ohnehin von der Tagesmutter bzw. dem Tagesvater eingefordert.

Es gilt, persönliche Vorstellungen zu klären:

  • Was bedeutet Erziehung für die Eltern, was für die Tagesmutter/den Tagesvater?
  • Wie steht es um die Vorstellungen rund um die Ernährung des Kindes?
  • Wie soll damit umgegangen werden, wenn das Kind krank ist?
  • Was, wenn Tagesmutter bzw. Tagesvater erkranken?

Soll das Kind sodann durch die Tagesmutter bzw. den Tagesvater betreut werden, wird eine  Betreuungsvereinbarung abgeschlossen und im Rahmen einer Eingewöhnungsphase wird die Beziehung zwischen Kind und Tagesmutter/Tagesvater aufgebaut. In dieser Phase sind die Eltern zum Teil noch anwesend – das hängt allerdings von der Befindlichkeit des Kindes ab. Manche Kinder brauchen kaum eine Eingewöhnungsphase, bei manchen Kindern dauert diese Phase länger als angenommen.

Wichtig ist, dass auf die Bedürfnisse des Kindes Rücksicht genommen werden und eine regelmäßige und offene Kommunikation zwischen Eltern und Tagesmutter/Tagesvater stattfindet. Werden diese Faktoren von allen Beteiligten berücksichtigt, so ist die Betreuung durch eine Tagesmutter bzw. einen Tagesmutter nicht nur eine wunderbare Bereicherung für das Kind, sondern für die ganze Familie.