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Unterhalt

In diesem Abschnitt finden sich relevante Informationen rund um das Thema Kindesunterhalt, d.h. um die Unterhaltsverpflichtung von Eltern gegenüber ihren Kindern.

Im Unterhaltsrecht sind uneheliche Kinder ehelichen Kindern absolut gleichgestellt. Beide Elternteile haben zum Unterhalt ihres Kindes beizutragen, egal, ob das Kind ehelich oder unehelich geboren wurde. Frauen und Männer haben also gegenüber ihren Kindern gleiche Rechte und Pflichten.

Leben die unverheirateten Eltern zusammen, so kann es sein, dass der bzw. die Unterhaltspflichtige den festgesetzten Unterhalt nicht zahlt, dafür jedoch die Kosten für die Wohnung oder den gemeinsamen Haushalt übernimmt. Es empfiehlt sich, mit dem Partner bzw. der Partnerin eine Vereinbarung zu treffen, in der schriftlich festgehalten wird, wer welche Lebenshaltungskosten übernimmt und in welcher Form der festgesetzten Unterhaltsverpflichtung nachgekommen wird.

Achtung! Wenn keine schriftliche Vereinbarung über die Art der Unterhaltsleistungen vorliegt, können getätigte Zahlungen nicht nachgewiesen werden. Im Falle einer Trennung kann der Unterhaltspflichtige aufgrund des bestehenden Unterhaltsbeschlusses zur Nachzahlung des Kindesunterhalts der letzten drei Jahre verpflichtet werden.

Sind die Eltern nicht in der Lage, dieser Unterhaltspflicht nachzukommen (z.B. weil sie verstorben sind), so werden die Großeltern zur Leistung des Unterhalts herangezogen, sofern ihr eigener Unterhalt dadurch nicht gefährdet ist.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Naturalunterhalt und Geldunterhalt, d.h. Alimente.

Folgendes fällt unter Naturalunterhalt:

  • Unterkunft
  • Nahrungsmittel
  • Bekleidung
  • Unterricht & Erziehung
  • Freizeitgestaltung

Das Kind hat Anspruch auf Naturalunterhalt, wenn es mit einem Elternteil oder mit beiden Elternteilen im gemeinsamen Haushalt lebt. Ist dies nicht der Fall, so hat es Anspruch auf Alimente, d.h. auf Unterhalt in Form von Geldleistungen. Damit wird ein gerichtlich oder durch private Vereinbarung festgesetzter Geldbetrag bezeichnet. Dieser dient ausschließlich der Bedürfnisdeckung des Kindes.

Unterhaltsanspruch der Kindesmutter nach der Entbindung

Bei der Geburt eines unehelichen Kindes hat der Vater die Kosten der Entbindung zu tragen. Weiters muss er in den ersten sechs Wochen nach der Geburt für den Unterhalt der ledigen Mutter aufkommen.