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Verhinderungskarenz

Wenn der Vater, Adoptiv- oder Pflegevater aufgrund eines unvorhersehbaren und unabwendbaren Ereignis das Kind für eine unverhältnismäßig lange Zeit nicht selbst betreuen kann, gibt es die Möglichkeit, die so genannte Verhinderungskarenz bzw. Teilzeitbeschäftigung wegen Verhinderung in Anspruch zu nehmen. 

Als unvorhersehbare und unabwendbare Ereignisse gelten:

  • Schwere Erkrankung
  • Aufenthalt in einer Heil- und Pflegeanstalt
  • Das Verbüßen einer Freiheitsstrafe
  • Wegfall des gemeinsamen Haushalts des Vaters, Adoptiv- oder Pflegevaters mit dem Kind
  • Wegfall der Betreuung des Kindes durch den Vater
  • Tod

Kommt es zu einem solchen Ereignis, ist der Dienstgeber unverzüglich über die Verhinderung und die voraussichtliche Dauer der Karenz bzw. Teilzeitbeschäftigung zu informieren.

Kommt es bei der Mutter, Adoptiv- oder Pflegemutter zu einem unvorhersehbaren und unabwendbaren Ereignis, kann die Verhinderungskarenz bzw. die Teilzeitbeschäftigung bei Verhinderung auch als Vater, Adoptiv- oder Pflegevater in Anspruch genommen werden. 

Auch wenn du deine Karenzzeit schon verbraucht hast, sie zu einem späteren Zeitpunkt vereinbart oder eine vereinbarte Teilzeitbeschäftigung begonnen hast, hast du Anrecht auf Verhinderungskarenz!

In diesem Fall beginnt der Kündigungs- und Entlassungsschutz mit der Meldung der Inanspruchnahme von Karenz oder Teilzeitbeschäftigung wegen Verhinderung und endet vier Wochen nach Beendigung der Karenz bzw. der Teilzeitbeschäftigung.